EPS – Eichenprozessionsspinner und Jakobskrautbär

EPS-Raupen-Gespinst an einem Eichenstamm

EPS-Raupen-Gespinst an einem Eichenstamm

Auch im Kreis Unna sind in diesem Frühjahr verbreitet die Raupen und Gespinste des Eichenprozessionsspinners auf Eichen gefunden worden. Vor allem auf einzeln stehenden Stieleichen fällt die Art relativ leicht auf, wenn sich die Raupen in charakteristischen Gespinsten am Stamm oder unter einem abgehenden Seitenast auf die Verpuppung vorbereiten. Probleme bereitet das Auftreten der Art dadurch, dass die Raupen Brennhaare besitzen, die Hautirritationen, Augenreizungen, Atembeschwerden und pseudoallergische Reaktionen auslösen können.

Gespinst des EPS bei der Verpuppung an einer Eiche

Gespinst des EPS bei der Verpuppung an einer Eiche

Eine ausführliche Information zum Eichenprozessionsspinner hat der Naturschutzbund Deutschland zusammengestellt – mit umfangreichen Hinweise zu einem sachgerechten Umgang mit dem Schmetterling. Auch das Julius Kühn-Institut stellt ein Infoblatt zum EPS bereit.

Hilfreich ist dagegen das gehäufte Auftreten einer anderen Schmetterlingsart, die derzeit im Kreis Unna zahlreich gefunden werden kann: Der Jakobskrautbär – auch Blutbär oder Karminbär genannt – findet in diesem Jahr seine namensgebende Raupennahrungspflanze zahlreich auf Grünlandflächen und an Säumen und Rainen.

Jakobsgreiskrautbär

Jakobskrautbär

Die charakteristischen “BVB-Raupen” fressen das aufgrund seiner Giftigkeit insbesondere bei Pferdehaltern und Landwirten geschmähte Greiskraut ohne Schaden zu nehmen und unterstützen dadurch die manuell vorgenommene Entfernung des Krautes durch die Biostation auf unseren für die Futtergewinnung genutzten Naturschutzgrünlandflächen.

Raupen des Jakobskrautbäres

Raupen des Jakobskrautbäres

 

 

 

Das Vorkommen des Kiebitz 2018 in Hamm – ein Zwischenbericht

Am 24. März 2018 fand wie geplant die Synchronerfassung zum Vorkommen des Kiebitz im Bereich der kreisfreien Stadt Hamm statt. Maßgebliche Akteure waren rund 20 Mitglieder der OAG Hamm und des NABU, unterstützt durch die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund und die ABU Soest. Letztere kartierte in der östlichen Lippeaue und in den Schutzgebieten der Ahseniederung. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle ganz herzlich für die engagierte und erfolgreiche Zusammenarbeit gedankt!

Mitglieder der OAG-Hamm während der Synchronerfassung im Bereich der Stadt Hamm am 24.03.2018

Mitglieder der OAG-Hamm während der Synchronerfassung im Bereich der Stadt Hamm am 24.03.2018

Trotz der vorausgegangenen ungünstigen Wetterbedingungen und des damit einhergehenden Zugstaus rastender Kiebitze konnten Revier anzeigende Vögel registriert werden. Insgesamt wurden 74 Reviere erfasst. Kopfstarke Vorkommen fanden sich besonders in den Stadtbezirken Bockum-Hövel, Heessen und Uentrop im Norden und Osten des Stadtgebietes sowie in der Ahseniederung.

Im Rahmen der Nachkontrolle ab dem 26.03.2018 konnten nicht mehr alle Brutpaare bestätigt werden. Dennoch können – nicht zuletzt durch Nachmeldungen – insgesamt 96 feste Reviere/Brutpaare verzeichnet werden (Stand: 9.04.2018). Der geschätzte Gesamtbestand des Kiebitz im Stadtgebiet von Hamm (226 qkm) dürfte bei etwa 100 bis 120 Brutpaaren einzuordnen sein. Im Vergleich dazu konnte Wolfgang Pott im Jahr 2006 noch 182 bis 198 Brutpaare auf identischer Fläche kartieren.

Die Biologische Station hat auf der Basis dieser Ergebnisse versucht, die betroffenen Flächenbewirtschafter zu kontaktieren. Einige wenige erklärten sich bereit, in einen Dialog zu treten. Ein Aufruf zur Kooperation war Anfang April in der lokalen Presse vorausgegangen.


Pressemitteilung vom 06.04.2018:

Aufruf zum Schutz der Kiebitze

Derzeit kehren wieder die Kiebitze aus ihren Überwinterungsgebieten zurück, um sich einen Brutplatz in unserer Kulturlandschaft zu suchen. Hoch im Kurs stehen bei den Tieren Mais- bzw. Maisstoppeläcker und Bracheflächen.

Am vergangenen Samstag haben Mitglieder der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Hamm (OAG Hamm) in Kooperation mit den Biologischen Stationen im Kreis Unna und im Kreis Soest die aktuellen Bestände des Kiebitz im gesamten Bereich der Stadt Hamm erfasst. Konnten im Jahr 2006 noch rund 190  Brutpaare nachgewiesen werden, waren es in diesem Jahr nur noch rund 75 Brutpaare. Die Bestände des Kiebitz sind überall seit langen Jahren rückläufig. Nicht nur der Brutlebensraum wird immer problematischer für sie, auch in den Überwinterungsgebieten und auf dem Zug lauern viele Gefahren.

Um so wichtiger ist es für die Tiere, dass sie hier bei uns bestmöglichen Brutlebensraum geboten bekommen. Mitarbeiter der Biologischen Stationen werden in den nächsten Wochen, sobald die Kiebitze fest auf den Nestern sitzen, Landwirte aufsuchen, auf deren Ackerflächen sich mindestens drei Brutpaare aufhalten, um über Fördermöglichkeiten zum Schutz der brütenden Kiebitze zu informieren. Herr Plaas-Beisemann, Kreislandwirt des Bezirks Hellweg-Lippe: „Der Landwirtschaft ist die Erhaltung einer erlebenswerten Natur und Landschaft und damit die Förderung der Biodiversität in unserer Agrarlandschaft ein grundlegendes Anliegen. Unsere Feldvögel sind hier ein fester Bestandteil. Ich bitte alle Landwirte, die Arbeit der Biologischen Stationen bestmöglichst zu unterstützen und im Rahmen der Fördermöglichkeiten zu kooperieren.“


Vorrangig soll für den Kiebitz ein Flächenschutz erreicht werden, in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der OAG Hamm sowie des NABU wurden Einzelgelege markiert.

Mitglieder der OAG-Hamm während der Synchronerfassung im Bereich der Stadt Hamm am 24.03.2018

Mitglieder der OAG-Hamm während der Synchronerfassung im Bereich der Stadt Hamm am 24.03.2018

Insbesondere im Rahmen des Vertragsnaturschutzes bzw. des Kulturlandschaftsprogramms bzw.) von Biologischer Station, NABU und OAG Hamm langjährig betreute Flächen entwickeln sich weiterhin erfreulich positiv. Sie weisen hohe Siedlungsdichten und in den letzten Jahren z. T. beachtliche Bruterfolge auf, während der Kiebitz aus großen Teilen der Kulturlandschaft und selbst aus den Schutzgebieten leider in erschreckendem Tempo verschwindet.

 

Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Hamm

Wolfang Pott

Biologische Station Kreis Unna | Dortmund

Carolin Schreer und Klaus Klinger

Mit dem Mai erstrahlt auch der Aussichtshügel an der Kiebitzwiese

Der Pallisaden- und Flechtzaun des Aussichtshügels an der Kiebitzwiese in Fröndenberg erstrahlt in neuem Glanz: In den letzten Tagen konnte der Sichtschutz, der die rastenden und brütenden Vogelarten vor Störungen durch Besucher bewahren soll, vom Pflegetrupp der Biostation wieder einmal instand gesetzt werden.

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Der Birken-Weiden-Flechtzaun hat eine natürliche Haltbarkeit von nur wenigen Jahren und muss von der Biostation daher immer wieder erneuert werden – kein Vergleich mit den heute vielerorts eingesetzten, langlebigeren Zaun- und Absperreinrichtungen in privaten und gewerblichen Anlagen. Was er diesen trotzdem voraus hat? Der Zerfall erfolgt absolut biologisch und rückstandsfrei (Mikro-Holz ist jedenfalls noch kein angstbesetzer Begriff), zahlreiche Insekten helfen dabei und fühlen sich in der Zwischenzeit wie die Made im Speck. Aber auch für zahlreiche Vögel ist der Flechtzaun neben einem Nahrungsraum auch Versteck und sogar Brutgelegenheit. Darüberhinaus fällt das nachwachsende Material im Winterhalbjahr bei der Pflege anderer Naturschutzgebiete z. B. bei Entbuschungen und Freistellungen von Brachflächen und Gewässern oder der Wiederherstellung der Verkehrssicherheit kostenlos an.

Da im Frühling aufgrund der Brutzeit viele andere Arbeiten in den Naturschutzgebieten ruhen müssen, ist die immer wiederkehrende Flechtarbeit eine passende Abwechselung im Jahresarbeitsplan der Station.

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Freuen Sie sich also am neuen Glanz wie auch am Zerfall des Sichtschutzes – beides gehört hier zusammen, ermöglicht den Tieren der Kiebitzwiese eine störungsfreie Brut- und Rastzeit und Ihnen ein Naturerlebnis der besonderen Art auf Tuchfühlung mit seltenen Vogelarten und den Gehörnten.

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Pressemitteilung: Zertrampelt und verdreckt – Naturschutzgebiet In der Lake gefährdet, 14.03.2018

Hundehalter verwechseln das Naturschutzgebiet offensichtlich mit einer Spielwiese für Vierbeiner

Hundehalter verwechseln das Naturschutzgebiet offensichtlich mit einer Spielwiese für Vierbeiner

Pressemitteilung des Kreises Unna (UNB Unna – Biologische Station Kreis Unna | Dortmund)

Kreis Unna. Zertrampelte Blumen und Pflanzen, ausgetretene Pfade, Hundedreck überall. So sieht es im und am Naturschutzgebiet In der Lake in Schwerte-Ergste aus. Zerstört wird es von Menschen, die Erholung ohne Rücksicht auf die hier besonders schützenswerte Natur suchen. Landwirte und Umweltschützer schlagen deshalb Alarm.

Der gemeinsame Appell von Landwirtschaft, Naturschutzbehörde und der Biologischen Station Unna / Dortmund: Nutzen Sie nur die Wirtschaftswege, bleiben Sie weg von landwirtschaftlichen Flächen, leinen Sie die Hunde an.

„Viele Menschen möchten sich im Freien bewegen und auch ihrem Vierbeiner möglichst viel Auslauf gönnen“, hat Hermann Knüwer von der unteren Naturschutzbehörde Verständnis für den Drang ins Grüne. Er weiß aber auch, dass es ohne gegenseitiges Verständnis auf Dauer nicht geht.

„Wir Landwirte haben mit viel Mühe Blühstreifen angelegt, um Insekten eine Heimat zu geben und die Artenvielfalt zu sichern und zu fördern“, erklärt Rainer Goeken. All‘ diese Mühen verpufften, wenn die Pflanzstreifen zu Wegen umfunktioniert würden, obwohl klar erkennbar sei, dass es da nicht lang gehe.

Nicht nur das: „Die angelegten Streifen unterliegen scharfen Kontrollen und die Landwirte müssen mit erheblichen Strafen rechnen, obwohl sie für die Schäden nicht verantwortlich sind“, erläutert Jan-Dirk Braß. Der spricht auch für andere Landwirte, wenn er sagt: „Unter solchen Umständen legen wir keine Blühstreifen mehr an.“

Das Zertrampeln von unter Schutz stehenden Bereichen ist nur ein Problem im Ergster Naturschutzgebiet. Das andere sind Hundehalter und ihre Vierbeiner, denn sie laufen im wahrsten Sinn des Wortes quer Bett. „Dabei sind im Umfeld des Naturschutzgebietes In der Lake ausreichend Wirtschaftswege vorhanden“, haben Landwirte und Umweltschützer kein Verständnis für jede Regel ignorierende Hundehalter.

Das Naturschutzgebiet In der Lake wurde bereits vor 20 Jahren ausgewiesen. Seitdem ist es verboten, Flächen abseits ausgewiesener Straßen und Wege zu betreten. Dennoch: Die gesamte Südseite des Naturschutzgebietes ist inzwischen mit Trampelpfaden durchzogen. „Dass hier kein Wiesenpieper mehr brüten kann, ist offensichtlich“, klagt Falko Prünte von der Biologischen Station.

Pressetermin mit Vertretern der Landwirtschaft, des Kreises Unna und der Biostation am 14.03.2018 im NSG In der Lake

Pressetermin mit Vertretern der Landwirtschaft, des Kreises Unna und der Biostation am 14.03.2018 im NSG In der Lake

Prünte hofft mit seinen Mitstreitern vom Kreis und aus der Landwirtschaft auf die Einsicht der im Ergster Ruhrtal erholungsuchenden Menschen. „Ein bisschen Rücksicht ist ein Gewinn für die Natur und damit für uns alle“, unterstreicht Knüwer. PK | PKU

Lichtblicke im Steinbruch Ebberg – Pflegeaktion der AGON und der Biostation

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Wie in jedem Jahr ging es auch am 03.02.2018 um mehr Licht – die alljährliche Pflegeaktion im ehemaligen Ruhrsandsteinbruch Ebberg in Schwerte-Westhofen bewies einmal mehr die Schlagkraft der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz in Schwerte. Gemeinsam mit der Biostation wurde auf verschiedenen Abbauterrassen der Baum- und Gehölzaufwuchs entfernt und die z. T. verfilzte Krautschicht gemäht. Mehrere Teams kämpften sich mit Astscheren, Freischneidern und Motorsägen durch das stellenweise undurchdringliche Dickicht.

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Ziel ist es, konkurrenzschwache Krautfluren und flache Tümpel vor der Beschattung durch Birken und Weiden zu schützen – auch damit dort seltene Reptilien-, Amphibien- und Heuschreckenarten weiterhin überleben können.

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Verdiente Pause für den Rücken – das AGON-Küchenteam stärkte mittags die Helfer mit der traditionellen Erbsensuppe und Kuchen

 

Vor . . .

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. . . und nach dem Arbeitseinsatz

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: offene Felslebensräume und freigestellte Orchideenwiesen werden im Frühjahr neben den noch reichlich vorhandenen Gehölzfluren für vielgestaltige Lebensräume im alten Steinbruch sorgen.

Arbeitseinsatz auf der Kiebitzwiese

Junge Erlen . . .

Junge Erlen . . .

 

. . . und Rohrkolben wurden gemeinsam entfernt

. . . und Rohrkolben wurden gemeinsam entfernt

Zum alljährlichen November-Arbeitseinsatz trafen sich die Freiwilligen um den NABU Fröndenberg in passender Kleidung zur Sessionseröffnung am 11.11. auf der Kiebitzwiese. Statt Hochprozentigem standen aber wie in jedem Jahr junge Erlen und Rohrkolben im Focus der Naturschützer.

An den Gewässerrändern wird regelmäßig den Heckrindern und Pferden auf der Fläche nachgeholfen, um die nicht verbissenen Erlen und Rohrkolben zu entfernen. Dies erhält Brut- und Rastgebiete z. B. für Rohrammer oder Zwergschnepfe, die während des Arbeitseinsatzes auch mehrfach beobachtet werden konnten.

Nächster Arbeitseinsatz: 24.02.2018 um 9.30 Uhr - nicht nur NABU-Aktive sind gern gesehen

Nächster Arbeitseinsatz: 24.02.2018 um 9.30 Uhr – nicht nur NABU-Aktive sind gern gesehen – Handschuhe und Stiefel nicht vergessen! (Alle Fotos: Harald Maas)

Neuer Mitarbeiter eingetroffen

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Seit dem 18.05.2017 hat die Biostation zusätzliche tatkräftige Unterstützung in ihren Reihen. Die neue Mähraupe “Herb HT 40″ mäht, mulcht und zieht ferngesteuert insbesondere auf nassen und reliefierten Flächen.

Wir erhoffen uns von “Herbie” effizienteres Arbeiten und weiterreichende Pflegemöglichkeiten vor allem auf nassen Brachen, die mit herkömmlichen Geräten und auch mit dem Balkenmäher nicht oder nur unzureichend zu pflegen sind.

Die Mähraupe wurde im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.

Erste Exkursion im Bereich der Stadt Hamm: Die Naturschutzgebiete „Tibaum“ und „Alte Lippe und ehemaliger Radbodsee“

Seit beinahe zwei Monaten hat die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund ihre Arbeit im Stadtgebiet Hamm aufgenommen. Ganz oben auf dem Arbeitsplan stehen für dieses Jahr die Naturschutzgebiete „Tibaum“ sowie „Alte Lippe und ehemaliger Radbodsee“ im Hammer Westen. Neben Kartierungsarbeiten werden hier auch jeweils drei Exkursionen stattfinden.

Gemeinsam mit Jürgen Hundorf vom NABU Hamm hat die Biologische Station die ersten Exkursionen an den vergangen Wochenenden ausgerichtet. Trotz leichten Nieselregens und Wind lockte die Exkursion am 19. März viele Interessierte in den „Tibaum“. Neben der Landschaftsgeschichte des Naturschutzgebiets und der Landschaftsgestaltung durch Heckrinder, war vor allem die Ornithologie der „Schering Teiche“ und der Lippeaue ein Schwerpunkt. Neben verschiedenen Gänse- und Entenarten konnte Herr Hundorf u.a. Austernfischer, Haubentaucher und Silberreiher vorstellen. Auch das Weißstorchpaar am Fuße des Gersteinkraftwerkes ist bereits wieder eingetroffen und wird offensichtlich zur Brut schreiten.

Die Exkursion im Gebiet „Alte Lippe und ehemaliger Radbodsee“ am 26. März wurde von zahlreichen Anekdoten und Lokalwissen des NABU Ehrenvorsitzenden Karlheinz Jenzelewski begleitet.

Naturinteressierte auf der Suche nach den Austernfischern

Naturinteressierte auf der Suche nach den Austernfischern

Weiteren Exkursionstermine für dieses Jahr in Hamm finden noch an folgenden Terminen statt:

Gehölzarbeiten nur noch bis zum 1. März

Die diesjährige Gehölzschnittsaison geht bald ihrem Ende entgegen und so laufen die letzten gehölzentfernenden bzw. gehölzpflegenden Maßnahmen unseres Pflegetrupps auf Hochtouren.

Derzeit werden zwei Röhrichtbestände am Umgehungsgerinne der Lippe von Gehölzen befreit. Das Schilfröhricht ist weitgehend gehölzfrei, nur einzelne Weiden und Erlen haben in dem dichten Bestand Wurzeln schlagen können. Hier ist der Pflegeaufwand relativ gering. Das nahegelegene Rohrkolbenröhricht ist da noch nicht so stabil. In dem noch recht jungen Pflanzenbestand (Breitblättriger Rohrkolben, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Behaartes Weidenröschen, Wald-Simse und Co) sind die Gehölze immer noch sehr konkurrenzstark, insbesondere in den Randbereichen. Um den Lebensraum für Rohrammer oder Teichrohrsänger langfristig zu erhalten, werden diese nun entfernt.

die ersten Kätzchen zeigen sich im Sonnenschein – Hecken, Kopfbäume und Co, die bis Anfang März nicht geschnitten sind, dürfen wie dieses Weidengehölz z.B. als Bienenweide herhalten

die ersten Kätzchen zeigen sich im Sonnenschein – Hecken, Kopfbäume und Co, die bis Anfang März nicht geschnitten sind, dürfen wie dieses Weidengehölz z.B. als Bienenweide herhalten

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 Absatz 5 Satz 2) ist es verboten:

„Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“

Obstbaumpflege im Bereich Waterhues

Im Naturschutzgebiet „Lippeaue von Werne bis Heil“ wurden in den vergangenen Tagen auf einer kleinen Weidefläche bei Waterhues 28 Obstbäume von den Kollegen vom Kreis gepflegt. Unser Pflegetrupp sorgte für die Entsorgung des Schnittmaterials. In erster Linie waren mittelalte bis alte Apfelbäume zu schneiden. Eine wichtige Maßnahme um die Lebensdauer der Bäume zu verlängern und vital zu halten. Es wurde höchste Zeit dazu.

Apfelbaum mit Höhle bei Waterhues - ein Steinkauz passt hier zwar nicht rein, aber vielleicht findet sich ja ein anderer Bewohner

Apfelbaum mit Höhle bei Waterhues – ein Steinkauz passt hier zwar nicht rein, aber vielleicht findet sich ja ein anderer Bewohner